Armut und Reichtum

Einkommensentwicklung

Das Einkommen der Bevölkerung in Privathaushalten und dessen Entwicklung gibt Aufschluss über die wirtschaftliche Situation der Bürgerinnen und Bürger in Baden-Württemberg und damit auch über ihre Möglichkeit zur Sicherung ihres Lebensstandards. Das Themenfeld beinhaltet neben Indikatoren zur Zusammensetzung und Entwicklung der Einkommen auch die relative Wohlstandsposition der Haushalte und die subjektive Einschätzung des Zurechtkommens mit dem Einkommen.

PRIMÄREINKOMMEN UND SEINE KOMPONENTEN

Dieser Indikator zeigt die Entwicklung der Komponenten des Primäreinkommens über die Zeit.

Abbildung A1.1 Primäreinkommen und seine Komponenten in Baden-Württemberg im Zeitverlauf


*) Unterstellte Einkommen aus der Eigennutzung von Wohneigentum.
Datenquelle: Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder (VGR), Berechnungsstand: Mai 2024, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabelle A1.1 Primäreinkommen und seine Komponenten in Baden-Württemberg im Zeitverlauf

wdt_ID Jahr Empfangenes Arbeitnehmerentgelt (in %) Betriebsüberschuss* / Selbstständigeneinkommen der privaten Haushalte (in %) Vermögenseinkommen (Saldo) (in %)
1 2007 68,7 10,7 20,6
2 2008 68,8 10,9 20,2
3 2009 70,4 9,0 20,5
4 2010 71,0 9,8 19,2
5 2011 71,1 10,2 18,7
6 2012 71,6 9,9 18,5
7 2013 72,3 10,0 17,7
8 2014 73,2 10,0 16,8
9 2015 73,7 9,8 16,4
10 2016 74,0 9,5 16,5
11 2017 73,9 9,4 16,6
12 2018 74,4 9,0 16,6
13 2019 76,4 8,7 15,0
14 2020 77,0 8,9 14,0
15 2021 77,0 8,6 14,4
16 2022 76,1 7,6 16,3

*) Unterstellte Einkommen aus der Eigennutzung von Wohneigentum.
Datenquelle: Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder (VGR), Berechnungsstand: Mai 2024, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Einordnung der Ergebnisse:
Das Primäreinkommen der privaten Haushalte in Baden-Württemberg setzte sich 2022 zusammen aus 76,1 % Arbeitnehmerentgelt, 7,6 % Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit und 16,3 % durch Vermögen erwirtschaftete Einkünfte. Im Zeitvergleich zeigt sich, dass die verschiedenen Einkommensanteile in den vergangenen Jahren unterschiedlich stark gestiegen bzw. gesunken sind. Der Anteil des Arbeitnehmerentgelts am Primäreinkommen ist im Vergleich zu 2007 um 7,4 Prozentpunkte gestiegen. Der Anteil des Selbstständigeneinkommen der privaten Haushalte hingegen schwankt leicht im Zeitvergleich, seit 2011 zeigt sich eine abnehmende Tendenz. Die Einkünfte aus Vermögen haben zwischen 2007 und 2015 eine leicht sinkende Tendenz, stagnierten von 2016 bis 2018. Seit 2019 sind die Einkünfte aus Vermögen im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Im Jahr 2022 machten sie 4 Prozentpunkte weniger am Primäreinkommen aus als 2007.

Definition:
Dieser Indikator zeigt die Entwicklung der Komponenten des Primäreinkommens über die Zeit.

Bewertung und empirische Relevanz:
Durch den Indikator wird ersichtlich, welche Art des Einkommens mit der Zeit an Bedeutung gewinnt oder verliert und wie der Anteil am gesamten Primäreinkommen ausfällt. Das gibt Hinweise auf z. B. Verfestigung von Vermögen oder die Bedeutung von Erwerbsarbeit.

Datenquelle:
Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder (VGR), eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Verfügbares Einkommen der privaten Haushalte*

Der Indikator zeigt das verfügbare Einkommen und seine Komponenten im Zeitverlauf.

Abbildung A1.2 Verfügbares Einkommen und seine Komponenten in Baden-Württemberg im Vergleich zum Vorjahr


*) Einschließlich der privaten Organisationen ohne Erwerbszweck.
Datenquelle: Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder (VGR), Berechnungsstand: Mai 2024, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabelle A1.2 Verfügbares Einkommen* und seine Komponenten in Baden-Württemberg im Zeitverlauf

wdt_ID Jahr Primär-einkommen (Messzahl 2015 = 100) (+) monetäre Sozial-leistungen (Messzahl 2015 = 100) (+) sonstige empfangene laufende Transfers (Messzahl 2015 = 100) (-) Einkommen- und Vermögens-steuer (Messzahl 2015 = 100) (-) Nettosozial-beiträge (Messzahl 2015 = 100) (-) sonstige geleistete laufende Transfers (Messzahl 2015 = 100) (=) verfügbares Einkommen (Messzahl 2015 = 100)
1 2007 82,4 80,1 85,0 78,5 76,2 97,4 84,3
2 2008 85,3 81,3 90,0 85,7 78,5 102,7 86,2
3 2009 82,2 89,4 77,5 78,3 82,7 82,8 84,3
4 2010 84,5 90,3 82,4 77,1 85,1 86,9 86,9
5 2011 88,8 89,1 84,9 80,5 87,7 89,2 90,5
6 2012 92,2 90,9 91,0 87,9 90,9 90,8 93,1
7 2013 94,3 92,8 96,6 93,2 93,1 95,5 94,6
8 2014 97,3 95,8 98,5 95,2 96,7 95,7 97,6
9 2015 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0
10 2016 103,7 103,9 100,2 105,0 104,0 98,8 103,5
11 2017 108,7 108,2 112,0 114,0 109,5 113,9 107,3
12 2018 112,5 111,9 112,5 119,1 112,7 111,6 111,2
13 2019 114,0 118,1 114,3 122,7 117,6 113,8 112,3
14 2020 111,2 130,1 123,9 115,7 119,8 119,4 112,5
15 2021 115,0 131,9 128,2 124,2 122,6 122,5 115,3
16 2022 122,2 133,9 153,7 133,4 127,2 128,9 122,6

*) Einschließlich der privaten Organisationen ohne Erwerbszweck.
Datenquelle: Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder (VGR), Berechnungsstand: Mai 2024, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Einordnung der Ergebnisse:
Sowohl das Primäreinkommen als auch das verfügbare Einkommen sind im Zeitverlauf nominal deutlich angestiegen. Im Vergleich zu 2015 fiel der Zuwachs beim verfügbaren Einkommen im Jahr 2022 mit 22,6 % etwas geringer aus als beim Primäreinkommen (22,2 %). Die einzelnen Komponenten des verfügbaren Einkommens der privaten Haushalte haben sich im Zeitverlauf unterschiedlich entwickelt. Der Zunahme der monetären Sozialleistungen um 31,9 % und der sonstigen laufenden Transfers um 53,7 % stand eine geringere Zunahme des geleisteten Steuer- und Abgabeaufkommens von 33,4 % gegenüber. Der starke Anstieg der sonstigen empfangenen laufenden Transfers im Vergleich zum Jahr 2021 ist auf die Auszahlungen der Energiepreispauschale im Rahmen der Gaskrise an die Haushalte zurückzuführen. Jeder Arbeitnehmer und jede Arbeitnehmerin hat im September 2022 300 Euro erhalten und jeder Rentner und jede Rentnerin 300 Euro im Dezember 2022. Im Vergleich zum Vorjahr ist das Primäreinkommen um 7,1 Prozentpunkte und das verfügbare Einkommen um 7,3 Prozentpunkte gestiegen. Der Rückgang des Primäreinkommens im Jahr 2020 ist auf den Rückgang des Arbeitnehmerentgelts in Baden-Württemberg aufgrund der pandemiebedingten Ausweitung der Kurzarbeit zurückzuführen. Das Arbeitnehmerentgelt macht 2020 fast drei Viertel des Primäreinkommens aus.

Definition:
Der Indikator zeigt das verfügbare Einkommen und seine Komponenten im Zeitverlauf.

Bewertung und empirische Relevanz:
Der Indikator zeigt, wie sich das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte zusammensetzt und wie sich die einzelnen Komponenten über die Zeit entwickelt haben. Damit gibt er einen wichtigen Einblick in Art und Umfang der Umverteilung durch staatliche Leistungen.

Hinweise:
Die Darstellung als Einkommen in jeweiligen Preisen erfolgt in der Einkommenshöhe des jeweiligen Berichtsjahres, d. h. ihr Nachweis wurde nicht um die Inflationsrate bereinigt.

Datenquelle:
Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder (VGR), eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Haushalte nach relativer Wohlstandsposition

Der Indikator stellt die relative Wohlstandsposition verschiedener Haushaltstypen dar.

Abbildung A1.3 Haushalte nach relativer Wohlstandsposition in Baden-Württemberg 2023

*) Siehe Definition Haushaltstyp.
Datenquelle: Mikrozensus Erstergebnis 2023, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabelle A1.3 Haushalte nach relativer Wohlstandsposition in Baden-Württemberg 2023

wdt_ID Nach Merkmal Median (in €) relative Wohlstandsposition (in %)
1 Haushalte insgesamt 2181,02 100,0%
2 -
4 Nach Haushaltstyp*
5 Haushalt mit Kind(ern) insgesamt 2051,8 94,1%
7 davon: 2 Erwachsene mit Kind(ern) insgesamt 2035,9 93,3%
8 … davon: 2 Erwachsene 1 Kind 2330,9 106,9%
9 … davon: 2 Erwachsene 2 Kinder 1935 88,7%
10 … davon: 2 Erwachsene 3 oder mehr Kinder 1586,2 72,7%
11
12 davon: 1 Erwachsene_r mit Kind(ern) insgesamt 1398,1 64,1%
13 … davon: 1 Erwachsene_r 1 Kind 1464,2 67,1%
14 … davon: 1 Erwachsene_r 2 Kinder 1374,7 63,0%
16 … davon: 1 Erwachsene_r 3 oder mehr Kinder 1278,3 58,6%
17
18 davon: sonstiger Haushalt mit Kind(ern) insgesamt 2113,8 96,9%
19
20 Haushalt ohne Kind(er) insgesamt 2275,1 104,3%
21 davon: 2 Erwachsene ohne Kind(er) 3031,9 139,0%
22 davon: Einpersonenhaushalt 1900,1 87,1%
23 davon: sonstiger Haushalt ohne Kind(er) 2411 110,5%

*) Siehe Definition Haushaltstyp.
Datenquelle: Mikrozensus Erstergebnis 2023, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Einordnung der Ergebnisse:
In Baden-Württemberg hatten im Jahr 2023 Haushalte mit Kindern mit einer Wohlstandsposition von 94,1 % weniger und Haushalte ohne Kinder mit 104,3 % mehr Einkommen als das mittlere Einkommen aller Haushalte (100 %) zur Verfügung.
Bei Haushalten mit Kindern lag die Wohlstandsposition von Paarfamilien mit 93,3 % ebenfalls unter dem Mittel aller Lebensformen. Alleinerziehende nahmen eine deutlich unterdurchschnittliche Wohlstandspositionen ein (je nach Kinderzahl zwischen 58,6 % und 67,1 %).
Die höchste Wohlstandsposition nahmen kinderlose Paare (139,0 %) und sonstige Haushalte ohne Kinder (110,5 %) ein. Paare ohne Kinder sind allerdings eine sehr heterogene Gruppe. Dazu zählen Paare, die zeitlebens kinderlos sind ebenso wie Paare, die noch keine Kinder haben oder deren Kinder das Elternhaus bereits verlassen haben.
Einpersonenhaushalte belegten mit 87,1 % eine unterdurchschnittliche Wohlstandsposition.
Die niedrigste Wohlstandsposition hatten Alleinerziehende mit drei oder mehr Kindern. Ihnen standen lediglich 58,6 % des mittleren Einkommens aller Haushalte zur Verfügung.
Insgesamt nahm in Haushalten mit Kindern – sowohl bei Alleinerziehenden als auch bei Paarfamilien – der Wohlstand mit der Zahl der Kinder ab.

Definition:
Der Indikator stellt die relative Wohlstandsposition verschiedener Haushaltstypen dar.

Bewertung und empirische Relevanz:
Das Einkommensgefälle zwischen verschiedenen Haushaltstypen lässt sich durch relative Wohlstandspositionen verdeutlichen. Der Indikator macht deutlich, dass bestimmte Haushaltstypen (kinderreiche Familien, Alleinerziehende, Alleinstehende) konstant unterdurchschnittlich am Wohlstand der Bevölkerung partizipieren und somit auch Risikogruppen für Armutsgefährdung sind.

Hinweis:
Zu den Kindern zählen hier Personen im Alter von unter 18 Jahren ohne Lebenspartner_in und eigene Kinder im Haushalt, sofern mehr als eine Person im Haushalt lebt. „Zwei Erwachsene“ sind hier definiert als Paargemeinschaft: Es handelt sich um ein Ehepaar, eine gemischtgeschlechtliche Lebensgemeinschaft oder eine gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaft.

Veränderungen im Mikrozensus:
Aufgrund methodischer und konzeptioneller Veränderungen im Mikrozensus zum Erhebungsjahr 2020, sind die Ergebnisse ab 2021 mit den Vorjahren nur eingeschränkt vergleichbar (siehe Glossar Mikrozensus). Aufgrund Mängel in den Daten werden Mikrozensusergebnisse für das Jahr 2020 vom Statistischen Landesamt Baden-Württemberg grundsätzlich nicht veröffentlicht.

Datenquelle:
Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabellenarchiv:
2017


Tabelle A1.3 Haushalte nach relativer Wohlstandsposition in Baden-Württemberg 2017


wdt_ID Nach Merkmal Median (in €) relative Wohlstandsposition (in %)
1 Haushalte insgesamt 1.818,5 100
2 -
4 Nach Haushaltstyp*
5 Haushalt mit Kind(ern) insgesamt 1.684,3 92,6
7 davon: 2 Erwachsene mit Kind(ern) insgesamt 1.773,6 97,5
8 … davon: 2 Erwachsene 1 Kind 1.973,6 108,5
9 … davon: 2 Erwachsene 2 Kinder 1.773,7 97,5
10 … davon: 2 Erwachsene 3 oder mehr Kinder 1.455,0 80,0
11
12 davon: 1 Erwachsene_r mit Kind(ern) insgesamt 1.165,1 64,1
13 … davon: 1 Erwachsene_r 1 Kind 1.218,5 67,0
14 … davon: 1 Erwachsene_r 2 Kinder 1.162,9 63,9
16 … davon: 1 Erwachsene_r 3 oder mehr Kinder 1.011,2 55,6
17
18 davon: sonstiger Haushalt mit Kind(ern) insgesamt 1.613,9 88,7
19
20 Haushalt ohne Kind(er) insgesamt 1.914,2 105,3
21 davon: 2 Erwachsene ohne Kind(er) 2.052,9 112,9
22 davon: Einpersonenhaushalt 1.552,6 85,4
23 davon: sonstiger Haushalt ohne Kind(er) 2.074,0 114,0

*) Siehe Definition Haushaltstyp.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


2018


Tabelle A1.3 Haushalte nach relativer Wohlstandsposition in Baden-Württemberg 2018


wdt_ID Nach Merkmal Median (in €) relative Wohlstandsposition (in %)
1 Haushalte insgesamt 1.725,2 100
2 -
4 Nach Haushaltstyp*
5 Haushalt mit Kind(ern) insgesamt 1.625,4 94,2
7 davon: 2 Erwachsene mit Kind(ern) insgesamt 1.732,6 100,4
8 … davon: 2 Erwachsene 1 Kind 1.901,7 110,2
9 … davon: 2 Erwachsene 2 Kinder 1.757,9 101,9
10 … davon: 2 Erwachsene 3 oder mehr Kinder 1.317,1 76,3
11
12 davon: 1 Erwachsene_r mit Kind(ern) insgesamt 1.119,5 64,9
13 … davon: 1 Erwachsene_r 1 Kind 1.187,1 68,8
14 … davon: 1 Erwachsene_r 2 Kinder 1.094,8 63,5
16 … davon: 1 Erwachsene_r 3 oder mehr Kinder 980,2 56,8
17
18 davon: sonstiger Haushalt mit Kind(ern) insgesamt 1.546,5 89,6
19
20 Haushalt ohne Kind(er) insgesamt 1.789,7 103,7
21 davon: 2 Erwachsene ohne Kind(er) 1.947,7 112,9
22 davon: Einpersonenhaushalt 1.471,7 85,3
23 davon: sonstiger Haushalt ohne Kind(er) 1.941,7 112,5

*) Siehe Definition Haushaltstyp.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


2019


Tabelle A1.3 Haushalte nach relativer Wohlstandsposition in Baden-Württemberg 2019


wdt_ID Nach Merkmal Median (in €) relative Wohlstandsposition (in %)
1 Haushalte insgesamt 1.790,0 100
2 -
4 Nach Haushaltstyp*
5 Haushalt mit Kind(ern) insgesamt 1.688,3 94,3
7 davon: 2 Erwachsene mit Kind(ern) insgesamt 1.799,5 100,5
8 … davon: 2 Erwachsene 1 Kind 1.978,3 110,5
9 … davon: 2 Erwachsene 2 Kinder 1.826,5 102,0
10 … davon: 2 Erwachsene 3 oder mehr Kinder 1.351,9 75,5
11
12 davon: 1 Erwachsene_r mit Kind(ern) insgesamt 1.150,4 64,3
13 … davon: 1 Erwachsene_r 1 Kind 1.237,3 69,1
14 … davon: 1 Erwachsene_r 2 Kinder 1.138,2 63,6
16 … davon: 1 Erwachsene_r 3 oder mehr Kinder 984,3 55,0
17
18 davon: sonstiger Haushalt mit Kind(ern) insgesamt 1.609,5 89,9
19
20 Haushalt ohne Kind(er) insgesamt 1.854,6 103,6
21 davon: 2 Erwachsene ohne Kind(er) 2.019,5 112,8
22 davon: Einpersonenhaushalt 1.523,0 85,1
23 davon: sonstiger Haushalt ohne Kind(er) 2.022,4 113,0

*) Siehe Definition Haushaltstyp.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


2021


Tabelle A1.3 Haushalte nach relativer Wohlstandsposition in Baden-Württemberg 2021


wdt_ID Nach Merkmal Median (in €) relative Wohlstandsposition (in %)
1 Haushalte insgesamt 2034,1 100
2 -
4 Nach Haushaltstyp*
5 Haushalt mit Kind(ern) insgesamt 1873,5 92,1
7 davon: 2 Erwachsene mit Kind(ern) insgesamt 1918,1 94,3
8 … davon: 2 Erwachsene 1 Kind 2098,1 103,1
9 … davon: 2 Erwachsene 2 Kinder 1857,5 91,3
10 … davon: 2 Erwachsene 3 oder mehr Kinder 1352,0 66,5
11
12 davon: 1 Erwachsene_r mit Kind(ern) insgesamt 1288,8 63,4
13 … davon: 1 Erwachsene_r 1 Kind 1406,5 69,1
14 … davon: 1 Erwachsene_r 2 Kinder 1260,7 62,0
16 … davon: 1 Erwachsene_r 3 oder mehr Kinder 1032,3 50,7
17
18 davon: sonstiger Haushalt mit Kind(ern) insgesamt 1919,4 94,4
19
20 Haushalt ohne Kind(er) insgesamt 2132,5 104,8
21 davon: 2 Erwachsene ohne Kind(er) 2796,3 137,5
22 davon: Einpersonenhaushalt 1731,8 85,1
23 davon: sonstiger Haushalt ohne Kind(er) 2236,4 109,9

*) Siehe Definition Haushaltstyp.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


2022


Tabelle A1.3 Haushalte nach relativer Wohlstandsposition in Baden-Württemberg 2022


wdt_ID Nach Merkmal Median (in €) relative Wohlstandsposition (in %)
1 Haushalte insgesamt 2095,2 100
2 -
4 Nach Haushaltstyp*
5 Haushalt mit Kind(ern) insgesamt 1942,4 92,7
7 davon: 2 Erwachsene mit Kind(ern) insgesamt 1997,3 95,3
8 … davon: 2 Erwachsene 1 Kind 2186,8 104,4
9 … davon: 2 Erwachsene 2 Kinder 1823,8 87,0
10 … davon: 2 Erwachsene 3 oder mehr Kinder 1675,7 80,0
11
12 davon: 1 Erwachsene_r mit Kind(ern) insgesamt 1361,1 65,0
13 … davon: 1 Erwachsene_r 1 Kind 1470,7 70,2
14 … davon: 1 Erwachsene_r 2 Kinder 1329,8 63,5
16 … davon: 1 Erwachsene_r 3 oder mehr Kinder 1139,6 54,4
17
18 davon: sonstiger Haushalt mit Kind(ern) insgesamt 1987,1 94,8
19
20 Haushalt ohne Kind(er) insgesamt 2199,1 105,0
21 davon: 2 Erwachsene ohne Kind(er) 2924,5 139,6
22 davon: Einpersonenhaushalt 1812,5 86,5
23 davon: sonstiger Haushalt ohne Kind(er) 2321,9 110,8

*) Siehe Definition Haushaltstyp.
Datenquelle: Mikrozensus Erstergebnis, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Zurechtkommen mit dem Einkommen

Der Indikator gibt die subjektive Selbsteinschätzung der Haushalte bzw. unterschiedlichen Haushaltstypen wieder.

Abbildung A1.4 Zurechtkommen mit dem Einkommen in Baden-Württemberg 2023 nach Haushaltstyp


Einige Angaben basieren auf kleinen Fallzahlen, daher sind diese Zahlenwerte unsicher. Siehe dazu Angaben in Klammern in der zugehörigen Tabelle.
Datenquelle: EU-SILC, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Tabelle A1.4 Zurechtkommen mit dem Einkommen in Baden-Württemberg 2023

wdt_ID Nach Merkmal gut bis sehr gut (in %) relativ gut (in %) relativ schlecht (in %) schlecht bis sehr schlecht (in %)
1 Haushalte Insgesamt 37,1 41,0 13,1 8,8
2 zum Vergleich: Deutschland 36,5 41,6 12,1 9,7
3 -
5 Nach Armutsgefährdung
6 armutsgefährdete Haushalte (20,3) 36,8 (22,1) (20,8)
7 nicht armutsgefährdete Haushalte 40,0 41,7 11,5 6,7
8 -
9 zum Vergleich: Armutsgefährdung Deutschland
10 armutsgefährdete Haushalte 17,8 37,2 21,5 23,5
11 nicht armutsgefährdete Haushalte 39,7 42,3 10,6 7,4
12 -
13 Nach Haushaltstyp
14 Haushalte ohne Kind(er) ... 38,2 40,3 12,7 8,7
15 ... Alleinlebende Personen 36,5 38,6 13,6 11,3
16 Haushalte mit Kind(ern) ... 33,7 43,1 (14,2) /
17 ... Alleinerziehende / / / /

() = Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher.
/ = Keine Angabe, da Zahlenwert nicht sicher genug.
Datenquelle: EU-SILC, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Einordnung der Ergebnisse:
Insgesamt gaben 2023 in Baden-Württemberg 37,1 % der Haushalte an, gut bis sehr gut mit ihrem Einkommen zurechtzukommen. Weitere 41,0 % kamen nach eigener Einschätzung relativ gut zurecht. Insgesamt 21,9 % gaben an, relativ schlecht bis sehr schlecht zurechtzukommen. Diese Verteilung findet sich analog auch für Deutschland insgesamt wieder.
Armutsgefährdete Haushalte beurteilten ihre finanzielle Lage hingegen zu 42,0 % als relativ schlecht bis sehr schlecht und lediglich 20,3 % als sehr gut bis gut (beide Angaben sind aufgrund geringer Fallzahlen in ihrer Aussagekraft eingeschränkt). Nicht armutsgefährdete Haushalte hingegen kamen zu 40,0 % sehr gut bzw. gut mit ihren Einkommen aus, 18,2 % gaben an, relativ schlecht bzw. schlecht bis sehr schlecht zurechtzukommen.
Betrachtet man die Haushalte differenziert nach Haushaltstypen, so sieht man auch hier deutliche Unterschiede in der Einschätzung der finanziellen Lage. Am besten beurteilten Paare ohne Kinder ihre eigene finanzielle Lage. Sie gaben zu 38,2 % an, mit dem Einkommen gut bis sehr gut zurechtzukommen. In Haushalten mit Kindern war dies nur bei 33,7 % der Fall.

Definition:
Der Indikator gibt die subjektive Selbsteinschätzung der Haushalte bzw. unterschiedlichen Haushaltstypen wieder.

Bewertung und empirische Relevanz:
Dieser subjektive Indikator zeigt, wie gut die Haushalte nach ihrer eigenen Einschätzung mit ihrem monatlichen Einkommen zurechtkommen. Diese subjektive Wahrnehmung der eigenen Lebenslage ist z. B. entscheidend für die Nachfrage nach finanzieller Unterstützung und bringt die Perspektive der Betroffenen in die Armutsanalyse ein.

Hinweis: Aufgrund der Integration der EU-SILC in den Mikrozensus zum Erhebungsjahr 2020 und damit einhergehenden Veränderungen sind die Ergebnisse ab 2021 mit den Vorjahren nur eingeschränkt vergleichbar. Aufgrund Mängel in den Daten werden Mikrozensusergebnisse für das Jahr 2020 vom Statistischen Landesamt Baden-Württemberg grundsätzlich nicht veröffentlicht.

Datenquelle:
EU-SILC, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabellenarchiv:
2016


Tabelle A1.4 Zurechtkommen mit dem Einkommen in Baden-Württemberg 2016


wdt_ID Nach Merkmal gut bis sehr gut (in %) relativ gut (in %) relativ schlecht (in %) schlecht bis sehr schlecht (in %)
1 Haushalte Insgesamt 45,9 37,8 9,3 7,0
2 zum Vergleich: Deutschland 44,2 39,4 9,6 6,9
3 -
5 Nach Armutsgefährdung
6 armutsgefährdete Haushalte (14,3) 32,8 (23,0) 29,9
7 nicht armutsgefährdete Haushalte 50,5 38,5 7,3 3,6
8 -
9 zum Vergleich: Armutsgefährdung Deutschland
10 armutsgefährdete Haushalte 15,9 37,7 22,9 23,5
11 nicht armutsgefährdete Haushalte 49,7 39,7 7,0 3,5
12 -
13 Nach Haushaltstyp
14 Haushalte ohne Kind(er) ... 47,1 38,5 7,6 6,8
15 ... Alleinlebende Personen 38,7 36,8 (13,5) (11,0)
16 Haushalte mit Kind(ern) ... 44,0 36,8 11,8 (7,4)
17 ... Alleinerziehende (31,0) (28,0) (27,5) (13,4)

() = Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher.
Datenquelle: EU-SILC, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


2017


Tabelle A1.4 Zurechtkommen mit dem Einkommen in Baden-Württemberg 2017


wdt_ID Nach Merkmal gut bis sehr gut (in %) relativ gut (in %) relativ schlecht (in %) schlecht bis sehr schlecht (in %)
1 Haushalte Insgesamt 44,1 41,4 8,9 (5,7)
2 zum Vergleich: Deutschland 44,9 39,5 9,5 6,1
3 -
5 Nach Armutsgefährdung
6 armutsgefährdete Haushalte (13,5) 39,0 (24,8) (22,7)
7 nicht armutsgefährdete Haushalte 48,6 41,7 6,5 (3,2)
8 -
9 zum Vergleich: Armutsgefährdung Deutschland
10 armutsgefährdete Haushalte 16,8 38,6 22,9 21,7
11 nicht armutsgefährdete Haushalte 50,3 39,6 7,0 3,1
12 -
13 Nach Haushaltstyp
14 Haushalte ohne Kind(er) ... 47,9 37,4 8,9 (5,8)
15 ... Alleinlebende Personen 41,5 35,3 (12,0) (11,3)
16 Haushalte mit Kind(ern) ... 38,1 47,5 8,9 (5,6)
17 ... Alleinerziehende / (48,5) / /

() = Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher.
/ = Keine Angabe, da Zahlenwert nicht sicher genug.
Datenquelle: EU-SILC, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


2018


Tabelle A1.4 Zurechtkommen mit dem Einkommen in Baden-Württemberg 2018


wdt_ID Nach Merkmal gut bis sehr gut (in %) relativ gut (in %) relativ schlecht (in %) schlecht bis sehr schlecht (in %)
1 Haushalte Insgesamt 44,6 40,8 9,2 5,3
2 zum Vergleich: Deutschland 46,2 38,9 9,0 5,8
3 -
5 Nach Armutsgefährdung
6 armutsgefährdete Haushalte (17,2) 32,2 (26,1) (24,4)
7 nicht armutsgefährdete Haushalte 48,6 42,0 6,8 (2,6)
8 -
9 zum Vergleich: Armutsgefährdung Deutschland
10 armutsgefährdete Haushalte 18,4 39,3 21,8 20,6
11 nicht armutsgefährdete Haushalte 51,6 38,8 6,6 3,1
12 -
13 Nach Haushaltstyp
14 Haushalte ohne Kind(er) ... 50,8 36,9 7,7 (4,6)
15 ... Alleinlebende Personen 42,1 33,7 (14,4) (9,8)
16 Haushalte mit Kind(ern) ... 35,6 46,3 11,6 (6,5)
17 ... Alleinerziehende / (48,0) / /

() = Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher.
/ = Keine Angabe, da Zahlenwert nicht sicher genug.
Datenquelle: EU-SILC, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


2019


Tabelle A1.4 Zurechtkommen mit dem Einkommen in Baden-Württemberg 2019


wdt_ID Nach Merkmal gut bis sehr gut (in %) relativ gut (in %) relativ schlecht (in %) schlecht bis sehr schlecht (in %)
1 Haushalte Insgesamt 51,0 36,9 6,8 5,3
2 zum Vergleich: Deutschland 48,2 38,3 8,4 5,1
3 -
5 Nach Armutsgefährdung
6 armutsgefährdete Haushalte (18,1) (36,9) (23,2) (21,9)
7 nicht armutsgefährdete Haushalte 55,1 36,9 4,8 (3,3)
8 -
9 zum Vergleich: Armutsgefährdung Deutschland
10 armutsgefährdete Haushalte 18,5 39,9 22,2 19,4
11 nicht armutsgefährdete Haushalte 53,3 38,0 6,0 2,7
12 -
13 Nach Haushaltstyp
14 Haushalte ohne Kind(er) ... 53,8 34,3 (6,4) (5,5)
15 ... Alleinlebende Personen 44,4 32,7 (11,0) (11,9)
16 Haushalte mit Kind(ern) ... 47,8 39,7 (7,15) (5,3)
17 ... Alleinerziehende / (38,7) / /

() = Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher.
/ = Keine Angabe, da Zahlenwert nicht sicher genug.
Datenquelle: EU-SILC, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


2022


Tabelle A1.4 Zurechtkommen mit dem Einkommen in Baden-Württemberg 2022


wdt_ID Nach Merkmal gut bis sehr gut (in %) relativ gut (in %) relativ schlecht (in %) schlecht bis sehr schlecht (in %)
1 Haushalte Insgesamt 43,6 38,5 10,7 7,2
2 zum Vergleich: Deutschland 41,8 38,9 10,9 8,5
3 -
5 Nach Armutsgefährdung
6 armutsgefährdete Haushalte 21,4 37,0 21,4 20,2
7 nicht armutsgefährdete Haushalte 46,3 38,7 9,4 5,6
8 -
9 zum Vergleich: Armutsgefährdung Deutschland
10 armutsgefährdete Haushalte 20,5 37,3 20,5 21,7
11 nicht armutsgefährdete Haushalte 45,3 39,1 9,3 6,3
12 -
13 Nach Haushaltstyp
14 Haushalte ohne Kind(er) ... 45,7 38,3 9,5 6,5
15 ... Alleinlebende Personen 41,6 37,4 12,6 8,5
16 Haushalte mit Kind(ern) ... 40,9 38,8 12,3 8,0
17 ... Alleinerziehende / 40,9 / /

() = Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher.
/ = Keine Angabe, da Zahlenwert nicht sicher genug.
Datenquelle: EU-SILC, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Entwicklung der Einkommenslage

Der Indikator zeigt die Entwicklung der Einkommenslage der Bevölkerung in Baden-Württemberg im Zeitverlauf anhand des monatlichen Nettoäquivalenzeinkommens in drei Dezilen. Dabei werden die untersten 10 % der Einkommensverteilung (p10), die Mitte der Einkommensverteilung (Median, p50) sowie die obersten 10 % (p90) betrachtet.

Abbildung A1.5 Entwicklung der Einkommenslage der Bevölkerung in Baden-Württemberg im Zeitverlauf


Preisbereinigt zu Preisen von 2020.
*) MH = Migrationshintergrund, siehe Definition im Glossar.
**) Mikrozensus 2021 Erstergebnis. Die Ergebnisse ab 2021 sind aufgrund methodischer und konzeptioneller Veränderungen im Mikrozensus (siehe Glossar Mikrozensus) mit den Vorjahren nur eingeschränkt vergleichbar. Aufgrund Mängel in den Daten werden zudem die Mikrozensusergebnisse für das Jahr 2020 vom Statistischen Landesamt Baden-Württemberg grundsätzlich nicht veröffentlicht.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabelle A1.5 Entwicklung der Einkommenslage der Bevölkerung in Baden-Württemberg im Zeitverlauf

wdt_ID Jahr Insgesamt: p10 (in €, real) Insgesamt: p50 (in €, real) Insgesamt: p90 (in €, real) mit MH*: p10 (in €, real) mit MH*: p50 (in €, real) mit MH*: p90 (in €, real) ohne MH*: p10 (in €, real) ohne MH*: p50 (in €, real) ohne MH*: p90 (in €, real)
1 2007 903,7 1.638,0 2.972,6 775,3 1.360,1 2.424,3 990,0 1.742,5 2.972,6
2 2008 901,2 1.643,4 2.971,9 789,3 1.377,3 2.394,8 981,2 1.745,5 3.148,5
3 2009 896,9 1.667,8 3.036,5 777,2 1.385,1 2.486,7 981,0 1.779,7 3.227,5
4 2010 911,9 1.694,9 3.110,6 787,7 1.432,4 2.555,3 995,7 1.803,5 3.273,4
5 2011 914,4 1.716,2 3.148,8 784,0 1.432,9 2.552,8 988,9 1.824,1 3.299,3
6 2012 920,1 1.736,0 3.189,2 785,1 1.450,1 2.610,7 1.002,6 1.843,1 3.334,8
7 2013 923,9 1.761,5 3.246,5 802,7 1.481,5 2.674,6 1.009,5 1.882,1 3.438,6
8 2014 942,4 1.800,9 3.317,5 823,2 1.511,9 2.675,1 1.024,2 1.921,4 3.505,1
9 2015 948,8 1.831,5 3.396,1 821,5 1.540,2 2.723,3 1.041,2 1.966,2 3.603,2
10 2016 967,3 1.860,6 3.459,0 844,2 1.548,8 2.789,1 1.066,3 2.012,7 3.684,0
11 2017 974,4 1.894,3 3.494,8 832,4 1.580,9 2.905,2 1.095,6 2.053,4 3.712,4
12 2018 1.001,9 1.917,8 3.552,7 878,5 1.611,7 2.939,0 1.116,3 2.081,0 3.769,2
13 2019 1.007,8 1.956,7 3.594,1 876,8 1.659,5 2.979,2 1.136,2 2.114,4 3.832,9
14 2021** 991,5 1.974,9 3.625,0 856,9 1.687,7 3.099,7 1.111,5 2.116,6 3.812,0
15 2022 982,0 1.913,5 3.515,4 878,0 1.660,1 2.994,5 1.089,2 2.061,9 3.728,1
16 2023 964,1 1.873,7 3.424,2 849,6 1.647,1 2.960,4 1.083,6 2.026,9 3.687,2

Preisbereinigt zu Preisen von 2020.
*) MH = Migrationshintergrund, siehe Definition im Glossar.
**) Die Ergebnisse ab 2021 sind aufgrund methodischer und konzeptioneller Veränderungen im Mikrozensus (siehe Glossar Mikrozensus) mit den Vorjahren nur eingeschränkt vergleichbar. Aufgrund Mängel in den Daten werden zudem die Mikrozensusergebnisse für das Jahr 2020 vom Statistischen Landesamt Baden-Württemberg grundsätzlich nicht veröffentlicht.
Datenquelle: Mikrozensus Erstergebnis 2021, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Einordnung der Ergebnisse:
Seit 2007 ist das monatliche Nettoäquivalenzeinkommen im Median um 235,7 € gestiegen, was einem Zuwachs von 14,4 % entspricht. Dabei hat das Einkommen der oberen 10 % der Einkommensverteilung seit 2007 mehr zugenommen (um 15,1 %) als das der untersten 10 % (um 6,7 %). Das Einkommen der Personen, die dem untersten Einkommensbereich angehören, lag im Jahr 2023 bei nur 28,2 % der obersten Einkommen. Im Vergleich zu 2007 (30,4 %) bedeutet das, dass die Einkommensschere weiter aufgegangen ist.
Die oberen 10 % innerhalb der Gruppe von Menschen mit Migrationshintergrund wiesen ein deutlich geringeres Einkommen auf als Menschen ohne Migrationshintergrund (im Jahr 2023 lag der Unterschied bei 726,8 €). Bei den unteren 10 % lag das Einkommen von Menschen mit Migrationshintergrund ebenfalls unter denen ohne Migrationshintergrund. Hier betrug der Unterschied 234 €. Der Unterschied im Einkommen von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund ist also im oberen Bereich der Einkommensverteilung größer als im unteren Bereich – aber überall vorhanden.

Definition:
Der Indikator zeigt die Entwicklung der Einkommenslage der Bevölkerung in Baden-Württemberg im Zeitverlauf anhand des monatlichen Nettoäquivalenzeinkommens in drei Dezilen. Dabei werden die untersten 10 % der Einkommensverteilung (p10), die Mitte der Einkommensverteilung (Median, p50) sowie die obersten 10 % (p90) betrachtet.

Bewertung und empirische Relevanz:
Die Daten zeigen, wie sich die Einkommen der untersten (p10) und obersten (p90) 10 % sowie das monatliche Mediannettoäquivalenzeinkommen entwickeln. Anhand dessen kann Ungleichheit in der Einkommenslage der Bevölkerung dargestellt werden.

Hinweise:
Monatliches Nettoäquivalenzeinkommen, preisbereinigt zu Preisen von 2015. Berücksichtigt wurden Personen in Privathaushalten.

Veränderungen im Mikrozensus:
Aufgrund methodischer und konzeptioneller Veränderungen im Mikrozensus zum Erhebungsjahr 2020, sind die Ergebnisse ab 2021 mit den Vorjahren nur eingeschränkt vergleichbar (siehe Glossar Mikrozensus). Aufgrund Mängel in den Daten werden Mikrozensusergebnisse für das Jahr 2020 vom Statistischen Landesamt Baden-Württemberg grundsätzlich nicht veröffentlicht.

Datenquelle:
Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Entwicklung der Bruttolöhne und -gehälter

Der Indikator zeigt die Entwicklung der Bruttolöhne und -gehälter (Verdienste) im Zeitverlauf.

Abbildung A1.6 Bruttolöhne und -gehälter der Arbeitnehmer_innen in Baden-Württemberg im Zeitverlauf


*) Preisbereinigt zu Preisen von 2020.
Datenquelle: Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder (VGR), Berechnungsstand: August 2023/Februar 2024, eigene Darstellung sowie eigene Berechnungen (preisbereinigte Angaben) FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabelle A1.6 Bruttolöhne und -gehälter der Arbeitnehmer_innen in Baden-Württemberg im Zeitverlauf

wdt_ID Jahr Bruttolöhne und -gehälter (in € je Arbeitsstunde) Bruttolöhne und -gehälter: Veränderung gegenüber dem Vorjahr (in %) Bruttolöhne und -gehälter (in € je Arbeitsstunde, preisbereinigt*) Bruttolöhne und -gehälter (preisbereinigt): Veränderung gegenüber dem Vorjahr (in %)
1 2007 21,98 1,2 25,98 -1,0
2 2008 22,31 1,5 25,70 -1,1
3 2009 23,17 3,9 26,60 3,5
4 2010 23,43 1,1 26,63 0,1
5 2011 24,21 3,3 26,96 1,3
6 2012 25,25 4,3 27,63 2,5
7 2013 25,82 2,3 27,88 0,9
8 2014 26,36 2,1 28,22 1,2
9 2015 27,06 2,7 28,79 2,0
10 2016 27,80 2,7 29,42 2,2
11 2017 28,57 2,8 29,76 1,2
12 2018 29,28 2,5 29,91 0,5
13 2019 30,18 3,1 30,36 1,5
14 2020 31,24 3,5 31,24 2,9
15 2021 31,42 0,6 30,50 -2,4
16 2022 32,35 3,0 29,54 -3,2
17 2023 34,40 6,3 29,55 0,0

*) Preisbereinigt zu Preisen von 2020.
Datenquelle: Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder (VGR), Berechnungsstand: August 2023/Februar 2024, eigene Darstellung sowie eigene Berechnungen (preisbereinigte Angaben) FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Einordnung der Ergebnisse:
Die in Baden-Württemberg gezahlten Bruttolöhne und -gehälter lagen 2023 um 6,3% über dem Vorjahresniveau. Generell ist seit dem Jahr 2009 ein kontinuierlicher Anstieg der Bruttolöhne und -gehälter zu beobachten. Auch bei einer Preisbereinigung blieb diese Tendenz bis zum Jahr 2020 erhalten. Die preisbereinigten Löhne und Gehälter stiegen aber weniger stark an als die nicht preisbereinigten und sind seit 2021 wieder gesunken.

Definition:
Der Indikator zeigt die Entwicklung der Bruttolöhne und -gehälter (Verdienste) im Zeitverlauf.

Bewertung und empirische Relevanz:
Die Teilhabe am Erwerbsleben und damit verbunden die Einkommenslage der Menschen in Baden-Württemberg ist abhängig von der Situation am Arbeitsmarkt. Die Entwicklung der Bruttolöhne und -gehälter ist ein wichtiger Indikator für die Beschreibung der Situation auf dem Arbeitsmarkt.

Hinweis:
Die Preisbereinigung bei der Angabe zu den preisbereinigten Euro je Arbeitsstunde erfolgte anhand des Verbraucherpreisindex Baden-Württemberg (Basisjahr 2020 = 100).

Datenquelle:
Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder (VGR), eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Bevölkerung nach Migrationshintergrund

Bevölkerung nach Migrationshintergrund

Dargestellt wird die Bevölkerung mit und ohne Migrationshintergrund nach Geschlecht bzw. Altersgruppen.

Abbildung B1.1.1 Bevölkerung mit Migrationshintergrund* in Baden-Württemberg 2011 und 2023 nach Geschlecht


*) Siehe Definition der Zuwanderergruppen. Den Berechnungen liegt der weite Migrationshintergrund zugrunde. Siehe Glossar Migrationshintergrund.
**) Die Ergebnisse von 2021 aufgrund methodischer und konzeptioneller Veränderungen im Mikrozensus (siehe Glossar Mikrozensus) mit den Vorjahren nur eingeschränkt vergleichbar. Aufgrund Mängel in den Daten werden zudem die Mikrozensusergebnisse für das Jahr 2020 vom Statistischen Landesamt Baden-Württemberg grundsätzlich nicht veröffentlicht.
Datenquelle: Mikrozensus Erstergebnisse, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabelle B1.1.1 Bevölkerung mit Migrationshintergrund* in Baden-Württemberg im Zeitverlauf**

wdt_ID Jahr Insgesamt (in 1000 Personen) Männer (in 1000 Personen) Frauen (in 1000 Personen) Insgesamt (je 100 Personen der Bevölkerung) Männer (je 100 Personen der Bevölkerung) Frauen (je 100 Personen der Bevölkerung)
1 2011 2.656 1.317 1.339 25,3 25,6 25,0
2 2012 2.738 1.364 1.374 26,0 26,5 25,6
3 2013 2.955 1.478 1.477 27,9 28,4 27,4
4 2014 2.893 1.439 1.453 27,1 27,4 26,9
5 2015 3.015 1.520 1.494 28,0 28,6 27,4
6 2016 3.251 1.668 1.583 29,7 30,7 28,7
7 2017 3.552 1.829 1.723 32,6 33,6 31,6
8 2018 3.638 1.864 1.774 33,4 34,3 32,5
10 2019 3.703 1.894 1.809 33,8 34,7 32,9
12 2021*** 3.934 2.000 1.931 35,6 36,4 34,8
13 2022 4.054 2.054 1.999 36,2 37,0 35,6
15 2023 4.181 2.116 2.061 37,1 37,8 36,3
16
17 zum Vergleich: Deutschland 2023 24.908 12.540 12.337 29,7 30,3 29,1

*) Siehe Definition der Zuwanderergruppen.
**) Den Berechnungen liegt ab dem Jahr 2017 der weite Migrationshintergrund zugrunde. Siehe Glossar Migrationshintergrund.
***) Mikrozensus Erstergebnis 2021. Die Ergebnisse ab 2021 sind aufgrund methodischer und konzeptioneller Veränderungen im Mikrozensus (siehe Glossar Mikrozensus) mit den Vorjahren nur eingeschränkt vergleichbar. Aufgrund Mängel in den Daten werden zudem die Mikrozensusergebnisse für das Jahr 2020 vom Statistischen Landesamt Baden-Württemberg grundsätzlich nicht veröffentlicht.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Abbildung B1.1.2 Anteil der Bevölkerung im Alter von unter 18 Jahren in Baden-Württemberg 2023 nach Zuwanderungsstatus*


Hinweis: Altersgruppen insgesamt = 100 %.
*) MH = Migrationshintergrund, siehe Definition der Zuwanderergruppen. Den Berechnungen liegt der weite Migrationshintergrund zugrunde. Siehe Glossar Migrationshintergrund.
Datenquelle: Mikrozensus Erstergebnis 2023, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabelle B1.1.2 Bevölkerung in Baden-Württemberg 2023 nach Zuwanderungsstatus*

wdt_ID Nach Merkmal Insgesamt (in %) Männer (in %) Frauen (in %) Alter: unter 3 Jahren (in %) Alter: 3 bis unter 6 Jahre (in %) Alter: 6 bis unter 18 Jahre (in %) Alter: 18 bis unter 25 Jahre (in %) Alter: 25 bis unter 40 Jahre (in %) Alter: 40 bis unter 65 Jahre (in %) Alter: 65 Jahre und älter (in %)
1 Insgesamt 100 49,7 50,3 2,9 3,1 11,4 7,8 19,9 34,4 20,5
2 ohne Migrationshintergrund* 100 49,2 50,8 2,4 2,5 9 6,9 17,9 35,8 25,6
3 mit Migrationshintergrund 100 50,7 49,3 3,8 4,1 15,5 9,4 23,4 32 11,8
4 -
5 mit Migrationshintergrund und …
6 … mit Migrationserfahrung 100 49,6 50,4 [0,4] 0,9 7,4 6,2 26,2 41,4 17,4
7 … ohne Migrationserfahrung 100 52,5 47,5 9,3 9,3 29,3 14,5 18,6 16,4 2,6
8 … Nationalität deutsch 100 49,5 50,5 5,2 5,3 20,4 10,4 16,7 28,6 13,3
9 … Nationalität deutsch und zwar Aussiedler_innen 100 48,1 51,9 / / / / 13,8 49,6 35,7
10 … Nationalität nicht deutsch 100 51,9 48,1 2,4 2,8 10,4 8,3 30,2 35,5 10,4

*) Siehe Definition der Zuwanderergruppen. Den Berechnungen liegt der weite Migrationshintergrund zugrunde. Siehe Glossar Migrationshintergrund.
/ = Keine Angabe, da Zahlenwert nicht sicher genug.
Datenquelle: Mikrozensus Erstergebnis 2023, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Einordnung der Ergebnisse:
Baden-Württemberg ist eines der Flächenländer mit dem höchsten Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland. Dieser ist im Zeitverlauf von 2011 (25,3 %) gestiegen und lag 2023 bei 37,1 %. Wie Tabelle B1.1.2 Bevölkerung in Baden-Württemberg 2023 nach Zuwanderungsstatus zeigt, war die Bevölkerung mit Migrationshintergrund in Baden-Württemberg im Jahr 2023 deutlich jünger als die Bevölkerung ohne Migrationshintergrund: In der Bevölkerung mit Migrationshintergrund waren 23,4 % jünger als 18 Jahre, in der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund waren es 13,9 %. Personen mit Migrationshintergrund aber ohne Migrationserfahrung, also jene die bereits in zweiter (und dritter) Generation in Deutschland leben, bildeten die größte Gruppe im Alter unter 18 Jahren (47,9 %). Die zweitgrößte Gruppe, die sehr hohe Bevölkerungsanteile unter 18 Jahren aufwiesen, bilden jene Personen mit Migrationshintergrund und deutscher Staatsangehörigkeit (30,9 %).

Definition:
Dargestellt wird die Bevölkerung mit und ohne Migrationshintergrund nach Geschlecht bzw. Altersgruppen.

Bewertung und empirische Relevanz:
Wichtige Kennzahl zur Beschreibung der demografischen Zusammensetzung der Bevölkerung.
Die Daten zur Altersstruktur zeigen, dass die Bevölkerung mit Migrationshintergrund (Definition der Zuwanderergruppen) durchschnittlich jünger ist als diejenigen ohne Migrationshintergrund. Diese jüngere Altersstruktur muss bedacht werden, wenn bestimmte Indikatoren wie die Positionierung am Arbeitsmarkt oder die Einkommensposition betrachtet werden.

Hinweis:
Für die hier zugrundeliegende Definition des Migrationshintergrundes im Mikrozensus siehe bei Migrationshintergrund die Erläuterungen zur Datenquelle Mikrozensus.

Veränderungen im Mikrozensus: Aufgrund methodischer und konzeptioneller Veränderungen im Mikrozensus zum Erhebungsjahr 2020, sind die Ergebnisse ab 2021 mit den Vorjahren nur eingeschränkt vergleichbar (siehe Glossar Mikrozensus). Aufgrund Mängel in den Daten werden Mikrozensusergebnisse für das Jahr 2020 vom Statistischen Landesamt Baden-Württemberg grundsätzlich nicht veröffentlicht.

Datenquelle:
Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabellenarchiv:

2017


Tabelle B1.1.2 Bevölkerung in Baden-Württemberg 2017 nach Zuwanderungsstatus*


wdt_ID Nach Merkmal Insgesamt (in %) Männer (in %) Frauen (in %) Alter: unter 3 Jahren (in %) Alter: 3 bis unter 6 Jahre (in %) Alter: 6 bis unter 18 Jahre (in %) Alter: 18 bis unter 25 Jahre (in %) Alter: 25 bis unter 40 Jahre (in %) Alter: 40 bis unter 65 Jahre (in %) Alter: 65 Jahre und älter (in %)
1 Insgesamt 100 49,9 50,1 2,8 2,7 11,6 8,5 19,5 35,4 19,5
2 ohne Migrationshintergrund* 100 49,3 50,7 2,2 2,1 9,6 8,1 17,6 37,2 23,3
3 mit Migrationshintergrund 100 51,4 48,6 4,2 4,0 16,3 9,4 23,9 31,4 10,9
4 -
5 mit Migrationshintergrund und …
6 … mit Migrationserfahrung 100 50,6 49,5 0,5 1,1 5,2 5,9 28,7 42,7 15,9
7 … ohne Migrationserfahrung 100 53,2 46,8 11,7 9,7 38,1 16,3 14,4 9,0 0,9
8 … Nationalität deutsch 100 49,2 50,8 6,1 5,9 23,5 8,7 17,0 26,9 11,9
9 … Nationalität deutsch und zwar Aussiedler_innen 100 46,7 53,3 / / / (3,0) 25,4 49,4 21,9
10 … Nationalität nicht deutsch 100 53,8 46,3 2,3 2,0 8,6 10,1 31,3 36,1 9,8

*) Siehe Definition der Zuwanderergruppen.
() = Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher.
/ = Keine Angabe, da Zahlenwert nicht sicher genug.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


2018


Tabelle B1.1.2 Bevölkerung in Baden-Württemberg 2018 nach Zuwanderungsstatus*


wdt_ID Nach Merkmal Insgesamt (in %) Männer (in %) Frauen (in %) Alter: unter 3 Jahren (in %) Alter: 3 bis unter 6 Jahre (in %) Alter: 6 bis unter 18 Jahre (in %) Alter: 18 bis unter 25 Jahre (in %) Alter: 25 bis unter 40 Jahre (in %) Alter: 40 bis unter 65 Jahre (in %) Alter: 65 Jahre und älter (in %)
1 Insgesamt 100 49,9 50,1 2,9 2,7 11,3 8,5 19,3 35,5 19,9
2 ohne Migrationshintergrund* 100 49,2 50,8 2,2 2,1 9,2 8,0 17,5 37,0 24,1
3 mit Migrationshintergrund 100 51,2 48,7 4,3 4,0 16,0 9,6 23,1 32,7 10,7
4 -
5 mit Migrationshintergrund und …
6 … mit Migrationserfahrung 100 50,4 49,6 (0,4) 1,0 5,5 6,1 27,5 43,9 15,6
7 … ohne Migrationserfahrung 100 53,1 46,9 12,0 9,9 30,7 16,5 14,5 9,5 1,0
8 … Nationalität deutsch 100 49,3 50,7 6,5 5,9 23,2 8,9 16,2 27,8 11,6
9 … Nationalität deutsch und zwar Aussiedler_innen 100 47,5 52,5 / / / (2,5) 23,7 49,4 24,1
10 … Nationalität nicht deutsch 100 53,5 46,5 2,0 2,1 8,7 10,4 30,1 37,0 9,8

*) Siehe Definition der Zuwanderergruppen.
() = Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher.
/ = Keine Angabe, da Zahlenwert nicht sicher genug.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


2019


Tabelle B1.1.2 Bevölkerung in Baden-Württemberg 2019 nach Zuwanderungsstatus*


wdt_ID Nach Merkmal Insgesamt (in %) Männer (in %) Frauen (in %) Alter: unter 3 Jahren (in %) Alter: 3 bis unter 6 Jahre (in %) Alter: 6 bis unter 18 Jahre (in %) Alter: 18 bis unter 25 Jahre (in %) Alter: 25 bis unter 40 Jahre (in %) Alter: 40 bis unter 65 Jahre (in %) Alter: 65 Jahre und älter (in %)
1 Insgesamt 100 49,8 50,2 3,0 2,7 11,3 8,3 19,7 35,5 19,6
2 ohne Migrationshintergrund* 100 49,1 50,9 2,3 2,2 9,3 7,6 17,4 37,0 24,3
3 mit Migrationshintergrund 100 51,2 48,9 4,3 3,8 15,2 9,6 24,1 32,5 10,6
4 -
5 mit Migrationshintergrund und …
6 … mit Migrationserfahrung 100 50,4 49,6 (0,4) 0,8 5,4 6,0 27,8 43,5 16,1
7 … ohne Migrationserfahrung 100 52,4 47,6 11,1 8,9 32,0 15,6 17,8 13,6 1,1
8 … Nationalität deutsch 100 49,5 50,5 5,8 5,4 21,4 9,5 18,5 28,7 10,7
9 … Nationalität deutsch und zwar Aussiedler_innen 100 47,2 52,8 / / / / 23,4 51,6 23,0
10 … Nationalität nicht deutsch 100 53,1 46,9 2,6 2,0 8,2 9,6 30,5 36,7 10,4

*) Siehe Definition der Zuwanderergruppen.
() = Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher.
/ = Keine Angabe, da Zahlenwert nicht sicher genug.
Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


2021


Tabelle B1.1.2 Bevölkerung in Baden-Württemberg 2021 nach Zuwanderungsstatus*


wdt_ID Nach Merkmal Insgesamt (in %) Männer (in %) Frauen (in %) Alter: unter 3 Jahren (in %) Alter: 3 bis unter 6 Jahre (in %) Alter: 6 bis unter 18 Jahre (in %) Alter: 18 bis unter 25 Jahre (in %) Alter: 25 bis unter 40 Jahre (in %) Alter: 40 bis unter 65 Jahre (in %) Alter: 65 Jahre und älter (in %)
1 Insgesamt 100 49,8 50,2 3,1 3,0 11,1 7,9 19,8 34,9 20,2
2 ohne Migrationshintergrund* 100 49,2 50,8 2,5 2,3 8,9 7,4 17,9 36,1 24,8
3 mit Migrationshintergrund 100 50,9 49,1 4,1 4,2 15,1 9,0 23,3 32,7 11,8
4 -
5 mit Migrationshintergrund und …
6 … mit Migrationserfahrung 100 50,3 49,7 / 0,8 6,1 5,5 26,7 43,1 17,6
7 … ohne Migrationserfahrung 100 51,8 48,2 9,9 9,4 28,7 14,3 18,0 16,9 3,0
8 … Nationalität deutsch 100 49,5 50,5 5,3 5,6 20,3 9,3 17,6 29,3 12,5
9 … Nationalität deutsch und zwar Aussiedler_innen 100 46,5 53,5 / / / / 18,0 51,8 29,1
10 … Nationalität nicht deutsch 100 52,6 47,4 2,6 2,4 8,8 8,5 30,0 36,8 10,9

*) Siehe Definition der Zuwanderergruppen.
() = Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher.
/ = Keine Angabe, da Zahlenwert nicht sicher genug.
Datenquelle: Datenquelle: Mikrozensus Erstergebnis 2021, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


2022


Tabelle B1.1.2 Bevölkerung in Baden-Württemberg 2022 nach Zuwanderungsstatus*


wdt_ID Nach Merkmal Insgesamt (in %) Männer (in %) Frauen (in %) Alter: unter 3 Jahren (in %) Alter: 3 bis unter 6 Jahre (in %) Alter: 6 bis unter 18 Jahre (in %) Alter: 18 bis unter 25 Jahre (in %) Alter: 25 bis unter 40 Jahre (in %) Alter: 40 bis unter 65 Jahre (in %) Alter: 65 Jahre und älter (in %)
1 Insgesamt 100 49,7 50,2 3,1 3,0 11,4 7,8 19,9 34,5 20,3
2 ohne Migrationshintergrund* 100 49,2 50,8 2,6 2,4 9,0 7,1 18,0 35,8 25,2
3 mit Migrationshintergrund 100 50,7 49,3 4,1 4,0 15,5 9,1 23,3 32,4 11,7
4 -
5 mit Migrationshintergrund und …
6 … mit Migrationserfahrung 100 49,8 50,2 / 0,7 7,0 5,7 26,8 42,2 17,3
7 … ohne Migrationserfahrung 100 52,2 47,8 10,1 9,3 29,0 14,6 17,8 16,7 2,6
8 … Nationalität deutsch 100 49,6 50,5 5,4 5,2 20,5 10,1 17,1 29,0 12,7
9 … Nationalität deutsch und zwar Aussiedler_innen 100 47,7 52,3 / / / / 14,6 51,2 33,5
10 … Nationalität nicht deutsch 100 51,9 48,1 2,6 2,8 10,0 8,0 30,1 36,0 10,5

*) Siehe Definition der Zuwanderergruppen.
() = Angabe in Klammern, da Zahlenwert unsicher.
/ = Keine Angabe, da Zahlenwert nicht sicher genug.
Datenquelle: Mikrozensus Erstergebnis 2022, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Bevölkerung nach Zuzugsmotiven

Bevölkerung nach Zuzugsmotiven

Dargestellt wird das Hauptmotiv des Zuzugs von Menschen mit Migrationshintergrund (und eigener Migrationserfahrung).

Abbildung B1.2 Bevölkerung in Privathaushalten mit eigener Migrationserfahrung in Baden-Württemberg 2023 nach Hauptzuzugsmotiv


Datenquelle: Mikrozensus Erstergebnis 2023, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabelle B1.2 Bevölkerung in Privathaushalten mit eigener Migrationserfahrung in Baden-Württemberg 2023 nach Hauptzuzugsmotiv

wdt_ID Nach Merkmal Insgesamt davon: Arbeit / Beschäftigung davon: Studium bzw. andere Aus- und Weiterbildung davon: Familienzusammen- führung bzw. Familiengründung davon: Flucht, Verfolgung, Vertreibung, Asyl davon: sonstige Gründe
1 Anzahl in 1.000 Personen
2 Insgesamt 2.618 579 145 1.180 407 307
3 Männer 1.302 377 79 468 223 156
8 Frauen 1.314 202 66 711 184 150
9
10 Anteil in Prozent
11 Insgesamt 100 22,1 5,6 45,1 15,5 11,7
12 Männer 100 29 6,1 35,9 17,1 12,0
13 Frauen 100 15,4 5,1 54,1 14,0 11,4

Datenquelle: Mikrozensus Erstergebnis 2023, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Einordnung der Ergebnisse:
Fast die Hälfte (45,1 %) der Zugezogenen in Baden-Württemberg gab 2023 als Hauptmotiv ihres Zuzugs die Familienzusammenführung bzw. die Familiengründung an. Bei Frauen war das mit 54,1 % häufiger der Hauptgrund des Zuzugs als bei Männern (35,9 %).
Das zweitwichtigste Motiv war die Arbeit bzw. die Aufnahme einer Beschäftigung: 22,1 % der Menschen mit Migrationserfahrung gaben das als Motiv für ihren Zuzug an. Männer gaben diesen Grund mit 29,7 % häufiger an als Frauen (15,8 %).
Der Anteil von Menschen mit Migrationserfahrung in Baden-Württemberg, die angaben aufgrund von Flucht, Verfolgung, Vertreibung oder Asyl nach Deutschland zugezogen zu sein, lag 2023 in Baden-Württemberg bei 15,5 %. Zum Zwecke des Studiums oder der Aufnahme einer Aus- bzw. Weiterbildung zogen 2023 5,6 % der Menschen mit Migrationserfahrung nach Deutschland.

Definition:
Dargestellt wird das Hauptmotiv des Zuzugs von Menschen mit Migrationshintergrund (und eigener Migrationserfahrung).

Bewertung und empirische Relevanz:
Das Zuwanderungsmotiv ist ein wichtiger Hintergrundindikator. Die Motivation wirkt sich in vielerlei Hinsicht auf die Aufenthaltsperspektive, aber auch den Arbeitsmarktzugang aus.

Hinweis:
Zuzugsmotive wurden erstmals im Mikrozensus 2017 erfragt. Die Ergebnisse beziehen sich auf die Bevölkerung in Privathaushalten mit Migrationserfahrung. Es handelt sich hier um Ergebnisse einer Befragung, die von den zuwanderungsrechtlichen Kategorien abweichen können.

Veränderungen im Mikrozensus:
Aufgrund methodischer und konzeptioneller Veränderungen im Mikrozensus zum Erhebungsjahr 2020, sind die Ergebnisse ab 2021 mit den Vorjahren nur eingeschränkt vergleichbar (siehe Glossar Mikrozensus). Aufgrund von Mängeln in den Daten werden Mikrozensusergebnisse für das Jahr 2020 vom Statistischen Landesamt Baden-Württemberg grundsätzlich nicht veröffentlicht.

Datenquelle:
Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabellenarchiv:

2019


Tabelle B1.2 Bevölkerung in Privathaushalten mit eigener Migrationserfahrung in Baden-Württemberg 2019 nach Hauptzuzugsmotiv


wdt_ID Nach Merkmal Insgesamt davon: Arbeit / Beschäftigung davon: Studium bzw. andere Aus- und Weiterbildung davon: Familienzusammen- führung bzw. Familiengründung davon: Flucht, Verfolgung, Vertreibung, Asyl davon: sonstige Gründe
1 Anzahl in 1.000 Personen
2 Insgesamt 2.322 498 103 1.220 278 223
3 Männer 1.175 332 59 493 171 119
8 Frauen 1.147 166 44 727 107 104
9
10 Anteil in Prozent
11 Insgesamt 100 21,5 4,5 52,6 12,0 9,6
12 Männer 100 28,3 5,1 42,0 14,5 10,2
13 Frauen 100 14,5 3,8 63,3 9,3 9,0

Datenquelle: Mikrozensus, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


2021


Tabelle B1.2 Bevölkerung in Privathaushalten mit eigener Migrationserfahrung in Baden-Württemberg 2021 nach Hauptzuzugsmotiv


wdt_ID Nach Merkmal Insgesamt davon: Arbeit / Beschäftigung davon: Studium bzw. andere Aus- und Weiterbildung davon: Familienzusammen- führung bzw. Familiengründung davon: Flucht, Verfolgung, Vertreibung, Asyl davon: sonstige Gründe
1 Anzahl in 1.000 Personen
2 Insgesamt 2.359 523 117 1.191 292 236
3 Männer 1.190 342 65 479 181 124
8 Frauen 1.168 181 52 711 111 113
9
10 Anteil in Prozent
11 Insgesamt 100 22,2 5,0 50,5 12,4 10,0
12 Männer 100 28,8 5,4 40,2 15,2 10,4
13 Frauen 100 15,5 4,5 60,9 9,5 6,7

Datenquelle: Mikrozensus Erstergebnis 2021, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


2022


Tabelle B1.2 Bevölkerung in Privathaushalten mit eigener Migrationserfahrung in Baden-Württemberg 2022 nach Hauptzuzugsmotiv


wdt_ID Nach Merkmal Insgesamt davon: Arbeit / Beschäftigung davon: Studium bzw. andere Aus- und Weiterbildung davon: Familienzusammen- führung bzw. Familiengründung davon: Flucht, Verfolgung, Vertreibung, Asyl davon: sonstige Gründe
1 Anzahl in 1.000 Personen
2 Insgesamt 2.484 565 126 1.180 348 265
3 Männer 1.238 367 69 463 202 136
8 Frauen 1.246 197 57 717 146 128
9
10 Anteil in Prozent
11 Insgesamt 100 22,7 5,1 47,6 14,0 10,7
12 Männer 100 29,7 5,6 37,4 16,3 11,0
13 Frauen 100 15,8 4,6 57,6 11,7 10,3

Datenquelle: Mikrozensus Erstergebnis 2022, eigene Auswertung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Sub Accordion Title

Zu- und Fortzüge

Dargestellt wird der Saldo der Zu- und Fortzüge über die Grenzen Baden-Württembergs nach Staatsangehörigkeit (deutsch, nichtdeutsch).
Für Wanderungen innerhalb Deutschlands werden lediglich die Anmeldungen ausgewertet; dabei wird auf der Basis der Angabe der bisherigen Hauptwohnung in dieser Gemeinde ein Abzug gebucht. Bei Wanderungen über die Bundesgrenzen werden die An- und Abmeldungen verarbeitet.

Abbildung B1.3.1 Salden der Zu- und Fortzüge von Deutschen und Nichtdeutschen aus dem bzw. in das Ausland über die Grenzen Baden-Württembergs im Zeitverlauf


*) Einschließlich der Meldungen, die durch Melderegisterbereinigungen bei der Vergabe der persönlichen Steueridentifikationsnummer entstanden sind.
Datenquelle: Wanderungsstatistik, eigene Darstellung Familienforschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabelle B1.3.1 Salden der Zu- (+) und Fortzüge (-) über die Grenzen Baden-Württembergs im Zeitverlauf

wdt_ID Jahr Insgesamt: Deutsche (Anzahl) Insgesamt: Nichtdeutsche (Anzahl) über die Grenzen des Bundesgebietes: Deutsche (Anzahl) über die Grenzen des Bundesgebietes: Nichtdeutsche (Anzahl)
1 2011* -4.997 46.455 -6.213 46.617
2 2012 -3.003 68.809 -4.441 68.367
3 2013 -6.043 76.215 -4.586 76.073
4 2014 -7.027 96.633 -5.255 95.259
5 2015 -5.063 175.574 -3.562 172.800
6 2016 -16.923 93.031 -12.366 92.862
7 2017 -14.732 86.845 -8.503 85.723
8 2018 -17.004 67.912 -10.555 67.301
9 2019 -16.693 54.475 -8.484 55.147
10 2020 -16.677 30.221 -4.615 32.258
11 2021 -22.098 51.941 -11.595 53.627
12 2022 -27.492 205.724 -16.899 205.210
13 2023 -20.481 104.102 -13.916 102.025

*) Einschließlich der Meldungen, die durch Melderegisterbereinigungen bei der Vergabe der persönlichen Steueridentifikationsnummer entstanden sind.
Datenquelle: Wanderungsstatistik, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Abbildung B1.3.2 Saldo der Zu- und Fortzüge aus dem bzw. in das Ausland über die Grenzen Baden-Württembergs 2023


Datenquelle: Wanderungsstatistik, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabelle B1.3.2 Saldo der Zu- und Fortzüge über die Grenzen von Baden-Württemberg 2023

wdt_ID Nach Merkmal Insgesamt (Anzahl) Deutsche (Anzahl) Nichtdeutsche (Anzahl)
1 Insgesamt 83.621 -20.481 104.102
2 Männer 49.209 -10.650 59.859
3 Frauen 34.412 -9.831 44.243
8 -
9 davon über die Grenzen des Bundesgebietes
10 Insgesamt 88.109 -13.916 102.025
11 Männer 50.547 -7.550 58.097
12 Frauen 37.562 -6.366 43.928

Datenquelle: Wanderungsstatistik, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Einordnung der Ergebnisse:
Wie in anderen Bundesländern war der Wanderungssaldo in Baden-Württemberg im Jahr 2023 positiv (83.621 Personen). Dabei waren es mehr Frauen als Männer, die zuwanderten. Nach einem sehr starken Rückgang des Wanderungssaldos zwischen 2015 (170.511 Personen) und 2016 (76.108 Personen) stieg er leicht (um 94.611 im Vergleich zu 2022).
Die Zahl der Zuzüge nach Baden-Württemberg aus anderen Bundesländern und die Zahl der Fortzüge aus Baden-Württemberg in andere Bundesländer sind bei Deutschen und Nichtdeutschen relativ ausgeglichen (Saldo bei Deutschen: – 6.565, bei Nichtdeutschen: 2.077). Ebenfalls relativ ausgeglichen ist die Zahl der Zu- und Fortzüge der Deutschen nach und aus Baden-Württemberg über die Grenzen des Bundesgebiets (Saldo: – 13.916). Bei den Nichtdeutschen zeigen sich hingegen mehr Zuzüge aus dem Ausland nach Baden-Württemberg als Fortzüge ins Ausland (Saldo: + 102.025).

Definition:
Dargestellt wird der Saldo der Zu- und Fortzüge über die Grenzen Baden-Württembergs nach Staatsangehörigkeit (deutsch, nichtdeutsch).
Für Wanderungen innerhalb Deutschlands werden lediglich die Anmeldungen ausgewertet; dabei wird auf der Basis der Angabe der bisherigen Hauptwohnung in dieser Gemeinde ein Abzug gebucht. Bei Wanderungen über die Bundesgrenzen werden die An- und Abmeldungen verarbeitet.

Bewertung und empirische Relevanz:
Die Zu- und Fortzüge über die Grenzen Baden-Württembergs sind aussagekräftige Kennzahlen zum Wanderungsgeschehen. Eingeschränkt wird die Aussagekraft aber bei den Fortzügen – und damit auch bei den Wanderungssalden – durch zwischenzeitliche Melderegisterbereinigungen und generell durch die fehlende Differenzierung der Deutschen nach Migrationshintergrund.
Abgebildet werden hier die Wanderungsströme über die Grenzen Baden-Württembergs nach demografischen Merkmalen. Die Kennzahl gibt Hinweise auf den demografischen Wandel durch Wanderung. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich auch hinter einem geringen Bevölkerungssaldo insgesamt eine hohe Bevölkerungsfluktuation verbergen kann.

Hinweise:
Zur Vergleichbarkeit mit anderen veröffentlichten statistischen Daten zu Wanderungen in Baden-Württemberg wird als zusätzliche Information die Wanderungsbewegung über die Grenzen Baden-Württembergs insgesamt (innerhalb Deutschlands oder über die Grenzen des Bundesgebietes) dargestellt. Die den Fortzügen ab 2008 ins Ausland zugrunde liegenden Angaben der Meldebehörden enthalten Melderegisterbereinigungen, die infolge der Einführung der persönlichen Steuer-Identifikationsnummer durchgeführt worden sind. Das Ergebnis der Bereinigungen sind auch noch in den Folgejahren nachgeholte Buchungen „Fortzug in das Ausland“, die in die Zählung der Fortzüge eingegangen sind.
Die Ergebnisse des Berichtsjahres 2017 sind aufgrund methodischer Änderungen und technischer Weiterentwicklungen nur bedingt mit den Vorjahreswerten vergleichbar.

Datenquelle:
Wanderungsstatistik, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabellenarchiv:

2018


Tabelle B1.3.2 Saldo der Zu- und Fortzüge über die Grenzen von Baden-Württemberg 2018


wdt_ID Nach Merkmal Insgesamt (Anzahl) Deutsche (Anzahl) Nichtdeutsche (Anzahl)
1 Insgesamt 50.908 -17.004 67.912
2 Männer 24.616 -8.915 33.351
3 Frauen 26.292 -8.089 34.381
8 -
9 davon über die Grenzen des Bundesgebietes
10 Insgesamt 56.746 -10.555 67.301
11 Männer 27.072 -6.153 33.225
12 Frauen 29.674 -4.402 34.076

Datenquelle: Wanderungsstatistik, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


2019


Tabelle B1.3.2 Saldo der Zu- und Fortzüge über die Grenzen von Baden-Württemberg 2019


wdt_ID Nach Merkmal Insgesamt (Anzahl) Deutsche (Anzahl) Nichtdeutsche (Anzahl)
1 Insgesamt 37.782 -16.693 54.475
2 Männer 16.930 -8.471 25.401
3 Frauen 20.852 -8.222 29.074
8 -
9 davon über die Grenzen des Bundesgebietes
10 Insgesamt 46.663 -8.484 55.147
11 Männer 21.030 -4.566 25.596
12 Frauen 25.633 -3.918 29.551

Datenquelle: Wanderungsstatistik, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


2020


Tabelle B1.3.2 Saldo der Zu- und Fortzüge über die Grenzen von Baden-Württemberg 2020


wdt_ID Nach Merkmal Insgesamt (Anzahl) Deutsche (Anzahl) Nichtdeutsche (Anzahl)
1 Insgesamt 13.544 -16.677 30.221
2 Männer 4.222 -8.744 12.966
3 Frauen 9.322 -7.933 17.255
8 -
9 davon über die Grenzen des Bundesgebietes
10 Insgesamt 27.643 -4.615 32.258
11 Männer 11.359 -2.435 13.794
12 Frauen 16.284 -2.180 18.464

Datenquelle: Wanderungsstatistik, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


2021


Tabelle B1.3.2 Saldo der Zu- und Fortzüge über die Grenzen von Baden-Württemberg 2021


wdt_ID Nach Merkmal Insgesamt (Anzahl) Deutsche (Anzahl) Nichtdeutsche (Anzahl)
1 Insgesamt 29.843 -22.098 51.941
2 Männer 13.369 -11.598 24.967
3 Frauen 16.474 -10.500 26.974
8 -
9 davon über die Grenzen des Bundesgebietes
10 Insgesamt 42.032 -11.595 53.627
11 Männer 19.394 -6.202 25.596
12 Frauen 22.638 -5.393 28.031

Datenquelle: Wanderungsstatistik, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


2022


Tabelle B1.3.2 Saldo der Zu- und Fortzüge über die Grenzen von Baden-Württemberg 2022


wdt_ID Nach Merkmal Insgesamt (Anzahl) Deutsche (Anzahl) Nichtdeutsche (Anzahl)
1 Insgesamt 178.232 -27.492 205.724
2 Männer 79.302 -14.013 93.315
3 Frauen 98.930 -13.479 112.286
8 -
9 davon über die Grenzen des Bundesgebietes
10 Insgesamt 188.311 -16.899 205.210
11 Männer 83.938 -8.986 92.924
12 Frauen 104.373 -9.831 112.236

Datenquelle: Wanderungsstatistik, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Sub Accordion Title 4

Verfügbares Einkommen der privaten Haushalte*

Der Indikator zeigt das verfügbare Einkommen und seine Komponenten im Zeitverlauf.

Abbildung A1.2 Verfügbares Einkommen und seine Komponenten in Baden-Württemberg im Vergleich zum Vorjahr


*) Einschließlich der privaten Organisationen ohne Erwerbszweck.
Datenquelle: Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder (VGR), Berechnungsstand: Mai 2024, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.

Tabelle A1.2 Verfügbares Einkommen* und seine Komponenten in Baden-Württemberg im Zeitverlauf

wdt_ID Jahr Primär-einkommen (Messzahl 2015 = 100) (+) monetäre Sozial-leistungen (Messzahl 2015 = 100) (+) sonstige empfangene laufende Transfers (Messzahl 2015 = 100) (-) Einkommen- und Vermögens-steuer (Messzahl 2015 = 100) (-) Nettosozial-beiträge (Messzahl 2015 = 100) (-) sonstige geleistete laufende Transfers (Messzahl 2015 = 100) (=) verfügbares Einkommen (Messzahl 2015 = 100)
1 2007 82,4 80,1 85,0 78,5 76,2 97,4 84,3
2 2008 85,3 81,3 90,0 85,7 78,5 102,7 86,2
3 2009 82,2 89,4 77,5 78,3 82,7 82,8 84,3
4 2010 84,5 90,3 82,4 77,1 85,1 86,9 86,9
5 2011 88,8 89,1 84,9 80,5 87,7 89,2 90,5
6 2012 92,2 90,9 91,0 87,9 90,9 90,8 93,1
7 2013 94,3 92,8 96,6 93,2 93,1 95,5 94,6
8 2014 97,3 95,8 98,5 95,2 96,7 95,7 97,6
9 2015 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0
10 2016 103,7 103,9 100,2 105,0 104,0 98,8 103,5
11 2017 108,7 108,2 112,0 114,0 109,5 113,9 107,3
12 2018 112,5 111,9 112,5 119,1 112,7 111,6 111,2
13 2019 114,0 118,1 114,3 122,7 117,6 113,8 112,3
14 2020 111,2 130,1 123,9 115,7 119,8 119,4 112,5
15 2021 115,0 131,9 128,2 124,2 122,6 122,5 115,3
16 2022 122,2 133,9 153,7 133,4 127,2 128,9 122,6

*) Einschließlich der privaten Organisationen ohne Erwerbszweck.
Datenquelle: Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder (VGR), Berechnungsstand: Mai 2024, eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.


Einordnung der Ergebnisse:
Sowohl das Primäreinkommen als auch das verfügbare Einkommen sind im Zeitverlauf nominal deutlich angestiegen. Im Vergleich zu 2015 fiel der Zuwachs beim verfügbaren Einkommen im Jahr 2022 mit 22,6 % etwas geringer aus als beim Primäreinkommen (22,2 %). Die einzelnen Komponenten des verfügbaren Einkommens der privaten Haushalte haben sich im Zeitverlauf unterschiedlich entwickelt. Der Zunahme der monetären Sozialleistungen um 31,9 % und der sonstigen laufenden Transfers um 53,7 % stand eine geringere Zunahme des geleisteten Steuer- und Abgabeaufkommens von 33,4 % gegenüber. Der starke Anstieg der sonstigen empfangenen laufenden Transfers im Vergleich zum Jahr 2021 ist auf die Auszahlungen der Energiepreispauschale im Rahmen der Gaskrise an die Haushalte zurückzuführen. Jeder Arbeitnehmer und jede Arbeitnehmerin hat im September 2022 300 Euro erhalten und jeder Rentner und jede Rentnerin 300 Euro im Dezember 2022. Im Vergleich zum Vorjahr ist das Primäreinkommen um 7,1 Prozentpunkte und das verfügbare Einkommen um 7,3 Prozentpunkte gestiegen. Der Rückgang des Primäreinkommens im Jahr 2020 ist auf den Rückgang des Arbeitnehmerentgelts in Baden-Württemberg aufgrund der pandemiebedingten Ausweitung der Kurzarbeit zurückzuführen. Das Arbeitnehmerentgelt macht 2020 fast drei Viertel des Primäreinkommens aus.

Definition:
Der Indikator zeigt das verfügbare Einkommen und seine Komponenten im Zeitverlauf.

Bewertung und empirische Relevanz:
Der Indikator zeigt, wie sich das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte zusammensetzt und wie sich die einzelnen Komponenten über die Zeit entwickelt haben. Damit gibt er einen wichtigen Einblick in Art und Umfang der Umverteilung durch staatliche Leistungen.

Hinweise:
Die Darstellung als Einkommen in jeweiligen Preisen erfolgt in der Einkommenshöhe des jeweiligen Berichtsjahres, d. h. ihr Nachweis wurde nicht um die Inflationsrate bereinigt.

Datenquelle:
Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder (VGR), eigene Darstellung FamilienForschung Baden-Württemberg im Statistischen Landesamt.